Reizüberflutung bei Babys + Kleinkindern

Wir sind mit einem sehr aufgeweckten Kind (Mein autonomes Kind) gesegnet und dies seit seiner Geburt.

Leider hatten wir auch sehr lange die s. g. 3-Monats-Koliken. Bei unserer andauernden Recherche, wie wir Liam´s Leid etwas mildern können, sind wir auch auf den Hinweis der Reizüberflutung als mögliche Ursache gestoßen.

Wir stellten seit dem sehr oft fest, dass das Befinden von Liam bei „gefüllten“ Tagen ein Schlechteres war, als an Tagen, an denen wir weniger Action im Hause oder unterwegs hatten. Es war für uns seit dem die Aufgabe, ein „noch“ ruhigeres Umfeld IM Hause zu haben UND auch weniger Besuch zu empfangen, sowie weniger mit dem Auto zu „erfahren“. Liam mag seit seiner Geburt leider kein Auto fahren, er ist hier zu eingeengt und fühlt sich alles andere als frei. Bis heute (Liam ist jetzt 20 Monate alt) versuchen wir auch Menschenmassen zu „meiden“, z. B. stellen wir immer wieder fest, dass in Einkaufszentren, im Supermarkt und in der Stadt, so viele Kinder am Quengeln oder Schreien sind und die Eltern recht ratlos wirken bzw. die Eltern den Eindruck vermitteln, ein kleines Kind müsse so viel Trouble vertragen können.

Scheinbar denken viele Menschen, aufgrund ihres eigenen Stresses (Entstresse Deinen Alltag) oder ihrer eigenen Unruhe gar nicht darüber nach, ob ein Baby oder Kleinkind, dessen Leben gerade beginnt und dessen Nervenkostüm Stress noch gar nicht verarbeiten kann, oder überhaupt erst zum Stress fürs Kind wird! Was Stress bei einem Erwachsenen alles anrichten kann ist klar. Warum also lässt man Baby´s so viel „Stress“ erleben und bewahrt sie nicht davor? Klar, soll ein Kind Dinge lernen und erleben, jedoch dosiert. Man sollte auf die Reaktionen des Kindes achten und danach handeln. Wird ein Kind unruhig, weint oder schreit es mehr etc., sollte MEHR RUHE in diesen Moment gebracht werden. Muss es denn jede Babygruppe sein? Montags Babyturnen, Dienstags Pekip, Mittwochs Schwimmen, Donnerstag kommt Mutter X mit Kind, Freitag kommt Opa, Samstag geht’s ins Einkaufszentrum und Sonntags einen Ausflug in einen Themenpark…!?!

 

   

 

Wo soll ein Kind dann SICH selber spüren dürfen und wo KANN es überhaupt ausgleichen und seine Erfahrungen verarbeiten?  

Warum müssen WIR, die meistens eh so volle Tage haben, unser Kind darunter leiden lassen. Wie bei so vielen Dinge ist auch hier WENIGER MEHR!!! (Weniger ist mehr) Auch wir selber KÖNNEN dann gar nicht richtig „bei“ unseren Kindern sein. Sie entspannt ansehen, sie fühlen, ihr Befinden erhören UND uns danach richten. Euer Kind und ihr selber werdet es Euch danken, wenn ihr viel weniger Aktionen oder Besuche etc. in einer Woche durchführt. Ob und in welchem Grad tatsächlich die 3-Monats-Koliken in diesem Zusammenhang stehen, können wir nicht wissen, jedoch EGAL was Euer Kind hat oder nicht hat, wird es Eurem Kind sehr gut tun, Zeit in RUHE zu haben, anzukommen, anzukommen HIER im Leben, bei SICH und LANGSAM immer mehr im vollständigen Leben. Auch DEIN Leben solltest Du versuchen zu „Minimieren“. Lasst uns alle weniger rastlos und stressfreier werden.

 

Der Gesundheit, unseren Kindern und dem LEBEN zu Liebe. Als Empfehlung (Sponsoring/Affiliate-Link) empfehlen wir folgende Literatur:

Hochsensitiv. Einfach anders… und Was mein Baby will…  

(Bildquellen Amazon)

Eure Leichter Leben Family


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9 Kommentare

  1. Veröffentlich von Irene Knapp am 10. Juni 2016 um 9:46

    Ein toller Bericht! Wir haben mit unserer 15 Monate alten Tochter auch dieselben Symptome. Wobei ich diese als völlig normal einstufe 🙂
    Ich lebe mein Leben sehr spirituell……..sprich ich lebe das LEBEN!
    RUHE, keine Musik, keine Lautstärke absolut NICHTS. Nur dann können wir empfangen und kreativ werden.

    Unsere zarten Seelen sind noch sehr empfindsam und suchen die Ruhe. Oft verstehen wir Eltern das nicht.

    Was aber auch ganz eine große Rolle spielt. Das Vorleben und das Spiegelgesetzt. Sprich, das was mich an meinen Kindern stört, ist in mir, bin ich selbst.

    Bei mir zu Hause, drei Kinder, stelle ich immer wieder fest, dass es so ist. Durch meine Kinder kann ich wachsen und lernen. Ich sage immer………..sie führen mich und zeigen mir meine Fehler auf.

    Ein Geschenk nicht wahr?

    Alles Liebe
    Irene



    • Veröffentlich von Peer am 10. Juni 2016 um 19:48

      Liebe Irene, hier schreibt Janina, das hast Du ganz ganz toll beschrieben. Auch wir leben unser Leben recht spirituell und lernen täglich durch Liam dazu. Dir einen wundervollen Abend, Janina



  2. Veröffentlich von MariSafari am 10. Juni 2016 um 10:47

    Hmm… Also ich finde den Artikel etwas überholt. Man kann das doch nicht auf alle Babys und deren Familien pauschalisieren. Es gibt Babys die sind gerne unterwegs, haben gerne Menschen um sich herum und leiden trotzdem nicht an Reizüberflutung oder weinen dann häufiger. Im Gegenteil, sie sind eher nörgelig wenn zu wenig passiert. Die Babys von aktiven Familien die gerne unterwegs sind oder gerne Besuch haben passen sich auch der Familie an, sie kennen es nicht anders. Dem Artikel nach, wären ja sonst auch alle südländisch Babys gleich Schreibabys und ständig nervös.
    Ich kenne genug Familien und zähle meine selbst dazu, deren Babys trotz Actionreicher Tage am Ende entspannter sind als wenn gar nichts los ist zu Hause.



    • Veröffentlich von Peer am 10. Juni 2016 um 19:52

      Hallo MariSafari, mit den Worten, dass jeder anders ist, hast Du völlig recht, dieser Artikel soll auch nur diejenigen ansprechen, die ein Gefühl von ständiger Reizüberflutung haben. Diejenigen, die damit kein Problem haben, geben selbiges wohl auch an ihre Kinder weiter, es sind auch wir, die Eltern, die der Spiegel sind. In diesem Fall sind es wir als Eltern, die hochsensibel auf Reize reagieren und schnell überfordert sind. Dennoch sehe ich hier in Deutschland sehr wohl ein ständiges Weglaufen von Gefühlen, hinein ins Shoppingcenter, dem Glück nachjagen….Alles Liebe Janina



    • Veröffentlich von Nina am 26. Juni 2016 um 1:14

      Genau!



      • Veröffentlich von Kähler am 26. Juni 2016 um 11:57

        ;o) richtig!



  3. […] Wir haben immer wieder von Überforderung von Kindern in Kitas gelesen. Dazu ist gerade ein sehr erfolgreicher Artikel von uns erschienen. Er wurde bei Facebook über 250x geteilt. http://leichterlebenfamily.de/reizueberflutung-bei-babys-und-kleinkindern/ […]



  4. Veröffentlich von Jenniffer am 8. August 2016 um 21:19

    Hallo ihr Lieben, danke für diesen schönen Artikel. Bei unserem Sohn (heute ist er 20 Monate alt) haben wir es auch so gehandhabt, dass wir die ersten Wochen fast alleine waren (nur mal spazieren an der frischen Luft), ansonsten zu Hause. Ankommen, einander kennenlernen, füreinander dasein, Stillen üben. 😉 Unsere Hebamme empfahl uns, die ersten Monate nicht mal mit ihm einkaufen zu gehen. Da ich ständig bei ihm war, kümmerte sich mein Mann um den Einkauf. Und was das spannendste ist: Ich bin in dieser Zeit mit unserem Sohn zu Hause so runtergekommen und ruhiger geworden, dass ich nach dem ersten Supermarkt-Einkauf fix und fertig war. Wie muss es dann erst unseren Kindern gehen?! Heute ist es so, dass wir zu 99% in der Stille leben. Zwar nicht auf dem Land sondern in der Stadt, aber bei uns läuft nie der Fernseher und Radio auch nur ein paar Minuten am Morgen. Bei unserem Sohn wirkt sich Reizüberflutung dahingehend aus, dass er total aufdreht. Ihn dann runterzuholen ist gar nicht leicht. Neulich fing er an, mich zu beißen, ich habe gemerkt, dass er nicht wusste, wohin mit seiner ganzen Energie. Also habe ich ihm gesagt, er solle sie rausschreien, was er dann auch tat. Die Leute haben ein wenig blöd geguckt, weil er gar nicht mehr aufhörte 😉 Aber das war mir egal. Reizüberflutung wirkt sich eben tatsächlich bei jedem Kind anders aus. Doch viele Kinder haben das und viele Eltern können es nicht zuordnen. Also herzlichen Dank an euch für die Aufklärung! 🙂 Eure Jenniffer von Berufung Mami <3



    • Veröffentlich von Kähler am 17. August 2016 um 10:18

      Wir freuen uns, dass Dir unser Artikel gefällt und Du ebenfalls solche Verhaltensweisen festgestellt hast…..tja, die kleinen brauchen eben nicht nur Input sondern Ruhe und Entspannung ;o)